Liebe Thüringer Luftsportfreunde, 

täglich erreichen uns Anfragen zu möglichen Lockerungen der Corona-Einschränkungen im Luftsport. Wir erhalten auch regelmäßige Informationen von unseren Sport-Dachverbänden (DAeC,LSB und DOSB) und auch darüber, was sich in anderen Bundesländern ändert. Wir verfolgen diese Informationen im Interesse unserer Luftsportler in Thüringen mit großer Sorgfalt. Aktuell ist es jedoch für Thüringen so, dass es für den Luftsport noch keine Veränderungen gibt. Es gilt nach wie vor die Allgemeinverfügung des Thüringer Landesverwaltungsamtes, nach der weder Gästeflüge / Gästefahrten, noch Ausbildungen möglich sind. Zusätzlich gelten die allgemeinen Corona-Regeln (Abstandsgebot, Masken, Händewaschen, … ) Damit ist auch momentan kein Vereinsleben in traditionellen Formen möglich.

Wie kann es weiter gehen?
Aktuell bemühen wir uns um Schadensbegrenzung, indem wir Kontakte zu verschiedenen Versicherungen aufgenommen haben und dabei erreichen wollen, dass es zu Gutschriften, Beitragssenkungen, … kommt. Leider ist die Haltung speziell der großen Versicherer nicht zufriedenstellend. Hier wird die Corona-Situation mit der einer langen Schlechtwetterperiode verglichen und damit ist es das Pech der Versicherungsnehmer.
Lediglich zwei Versicherer prüfen derzeit noch, ob es für uns Erleichterungen geben kann.


Als Vorstand halten wir zusätzlich regelmäßig Kontakt zu unserer Landesluftfahrtbehörde. Sobald es also etwas Neues gibt, werden wir zeitnah informieren.
Von mehreren Seiten erhielten wir die Aufforderung, uns einem Musterschreiben anzuschließen und unsere Regierung zu weiteren Lockerungen aufzufordern. Hierzu möchte ich anmerken, dass die Umsetzung der Forderungen dazu führt, dass in diesen Ländern der Lockerungsstand erreicht wird, den wir in Thüringen bereits haben. Es lohnt also nicht, etwas zu fordern, was schon zutrifft.


Worauf stützt sich unsere Hoffnung auf Lockerungen im Luftsport? 

Wenn man die Situation realistisch einschätzt, so sind wir mit etwa 1000 Luftsportlern nicht der Nabel der Welt und finden mit Sicherheit nicht das von uns erhoffte Gehör bei den zuständigen Stellen. Betrachtet man jedoch die Gemeinschaft der Luftsportler in Deutschland, so reden wir über die Interessen von mehr als 100.000 Sportlern. Weiterhin ist zu betrachten, dass es auch in vielen anderen Sportarten ähnliche Probleme gibt. Überall dort, wo es um Teamsport und die gemeinsame Nutzung von Sportgeräten geht, gibt es ebenso gravierende Einschränkungen. Wir befinden uns also in einer Interessen- oder besser Leidensgemeinschaft von geschätzt 5 Mio Sportlern. Diese gewaltige Anzahl muss auch bei der Politik Berücksichtigung finden. Darin begründet sich unsere Hoffnung auf eine sukzessive Verbesserung unserer Situation. Unsere Interessen werden in den zuständigen Ministerien durch unsere Dachverbände bestmöglich vertreten.

Bleibt bitte alle diszipliniert, optimistisch und vor allem gesund.

Bernd Pulzer / LSV-Thüringen

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