Sommerjugendlager der Ballonsportjugend auf dem Harsberg mit buntem Programm und tollen Erlebnissen

Am Samstag dem 03.08.2019 kam ich mit großen Erwartungen und einer gehörigen Portion Neugier auf dem Harsberg bei Eisenach an. Noch nie nahm ich an einer Ballonfahrt teil und erst recht nicht an einem Ballonjugendlager. Ich fühlte mich sofort sehr gut aufgenommen und erfuhr Unterstützung von allen Seiten.

Bei einer umfangreichen praktischen Einweisung in das Thema Ballonfahren ging es gleich richtig los. Überrascht war ich über eine dabei simulierte Landung mit dem Umkippen des Ballonkorbes. Alle lagen plötzlich übereinander und hatten dabei riesig Spaß.

Am Sonntag war es dann soweit, ich konnte meine erste Ballonfahrt erleben. Es war allein schon spannend zu sehen, wie ein Ballon aufgerüstet wird. Als dann der Ballon abhob, verschlug es mir glatt die Sprache. Die Aussicht über Westthüringen war für mich atemberaubend. Besonders gefallen hat mir, dass man sich im Ballonkorb im Vergleich zum Flugzeug relativ frei bewegen kann und auch ausreichend Zeit zur Verfügung steht, den Blick über die Wiesen und Täler schweifen zu lassen. 

Vor meiner ersten Landung hatte ich schon ein wenig Bedenken. Es kam aber dann wesentlich ruhiger und sanfter als in meiner Vorstellung. Der Korb kippte nicht einmal um. Im weiteren Verlauf des Jugendlagers kamen für mich und alle anderen Teilnehmer noch viele weitere Ballonfahrten hinzu. Dabei hatten wir alle die Möglichkeit, mit verschiedenen Piloten und in unterschiedlichen Ballonen mitzufahren.

Eine Besonderheit des Sommerjugendlagers ergab sich dadurch, dass es eine Kopplung mit dem Event „Jugend fliegt“ der Luftsportjugend des DAeC gab. Hier hatten sowohl wir, als auch die Teilnehmer des Events die Möglichkeit, uns umfassend über andere Luftsportarten zu informieren. Auch das bunte Rahmenprogramm ließ keine Wünsche offen. Von einer Wanderung durch die Drachenschlucht bei Eisenach, über mehrere Besuche in Schwimmbädern, einer tollen Schlauchboottour bis hin zu einer beeindruckenden Begehung eines komplett unbeleuchteten alten Eisenbahntunnels. Wir Teilnehmer durchliefen den Tunnel im Gänsemarsch ohne Verwendung jeglicher Lichtquellen. Zur Sicherung nutzten wir die Kronleine eines Ballons, an der wir uns alle festhalten konnten. Beeindruckend dabei war es für mich, dass sich meine Sinneswahrnehmung in kurzer Zeit von visuell auf akustisch umstellte und mir in absoluter Dunkelheit die Orientierung erhalten blieb.

Weitere Höhepunkte ergaben sich für mich im Ballonjugendlager mit der Besichtigung der Wartburg, den Abenden am Lagerfeuer und natürlich meiner eigenen Taufe in den Adelsstand der Ballonfahrer.

Herzlichen Dank an alle Unterstützer des Balloncamps, den DAeC, den DFSV, den LSV Thüringen, die Firma Schroeder fire balloons, Getzner Textil AG, und an alle 8 beteiligten Ballonteams aus Hessen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Es war super toll!
Tara Kroll

  „Vom Kindlichen Aerodromus emporstrebende hainanische Himmelsblüte Tara zwischen bunten Ballonen tanzende Wolkenfee julianus aeronauticus harsbergia camponius mit heißlüftigen Winden spielend die Horizonte erobernd über schreckhaft zirkulierenden Zicklein und euphorisch jubelnden Erdenbürgern von Teutleben.“

Mit dem neuen Frequenzraster im Flugfunk auf 8,33 kHz haben auch einige unserer Thüringer Flugplätze neue Frequenzen zugewiesen bekommen.

Neue Frequenzen an Thüringer Flugplätzen:

  • Arnstadt-Alkersleben, EDBA: 131.260
  • Bad Berka, EDOB: 120.835
  • Bad Langensalza, EDEB: 125.365
  • Gera-Leumnitz, EDAJ: 118.080
  • Gotha-Ost, EDEG: 121.235
  • Greiz-Obergrochlitz, EDOT: 132.015
  • Jena-Schöngleina, EDBJ: 118.735
  • Nordhausen, EDAO: 120.310
  • Obermehler-Schlotheim, EDCO: 125.510
  • Pennewitz, EDOS: 130.640
  • Rudolstadt-Groschwitz, EDOK: 118.330
  • Weimar-Umpferstedt, EDOU: 134.535

Alle neuen Frequenzen in Deutschland: www.dfs.de

Auch die sogenannte und leicht zu merkende „Quasselfrequenz 123,450 MHz“ gibt es nicht mehr. Zukünftig können sich Piloten über 122,540 MHz, 122,555 MHz und 130,430 MHz untereinander verständigen.

Weitere spezielle neue Frequenzen hat die Deutsche Flugsicherung für den Segelflugbegleit- und Rückholbetrieb bekannt gegeben: 123.405 MHz (vormals 123.400 MHz). Für den flugplatzübergreifenden Ausbildungs- und Übungsbetrieb wurde die Frequenz 123.465 MHz (vormals 123.150 MHz) festgelegt. Im Freiballonsport- und Verfolgerbetrieb gilt nun Kanal 122.255 MHz (vormals 122.250 MHz) und für den Fallschirmsprungbetrieb kommt die 126.730 MHz (vormals 126,725 MHz) zum Einsatz.

Quellen:

https://www.dfs.de/dfs_homepage/de/Services/Customer%20Relations/Kundenbereich%20VFR/06.08.2018%20-%208,33%20kHz-Umstellung/

https://www.luftverkehr.de/Bekanntmachungen_NfL_I.html?search=&gesetz_archive_id=63&perPage=30

Mit 32 Jugendlichen und 14 Betreuern übertraf das diesjährige Sommerjugendlager der Luftsportjugend des DAeC vom 01. – 07.07. wieder einmal sämtliche Erwartungen. 7 Ballonteams aus Hessen, Sachsen, NRW, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt begleiteten die Kinder und Jugendlichen eine Woche lang bei allen Unternehmungen am Flugplatz Marburg-Schönstadt und in die nähere Umgebung. Besonders der Wettergott hatte ein Herz für unsere Jugend, wodurch insgesamt 51 Ballonfahrten möglich wurden. Nach zwei Tagen mit Früh- und Abendfahrten haben wir dann die jüngeren Teilnehmer wenigstens ein Mal ausschlafen lassen und mit einigen Ballonen auf die Morgenfahrt verzichtet.

Zwei unserer jugendlichen Teilnehmer konnten in Marburg ihre Pilotenausbildung nahezu beenden und fiebern jetzt den Prüfungen entgegen.
Neben den zahlreichen Ballonfahrten gab es auch sonst allerlei zu erleben. Besondere Höhepunkte stellten die 4-stündige Kanufahrt auf der Lahn, die vielen Besuche der Freibäder und des See-Parks, sowie die Stadtbesichtigung in Marburg dar. Beim Geo-Caching konnte zusätzlich der Umgang mit GPS-Technik geübt werden.

Auch das Interesse der Medien und der Bevölkerung um Marburg war sehr groß. Zu einer der Morgenfahrten kam ein Fernsehteam des HR zu Besuch und noch am selben Tag gab es den Bericht dazu in der Abendsendung „Alle Wetter“.

Ein herzliches Dankeschön an den ortsansässigen Luftsportverein für die Bereitstellung der Flugzeugwerkstatt als Briefingraum, der Sanitäreinrichtungen und der Gasversorgung. Ebenso herzlich möchten wir uns bei der Flugplatzgaststätte für die erstklassige Vollverpflegung und den beteiligten Ballonteams bedanken.

Sehr gern kommen wir wieder nach Marburg.