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Anfang des Sommers haben wir uns in kleiner Runde unterhalten, was denn mal ein lohnendes Ziel wäre. Ostsee, Nordsee oder doch in die Berge? Schnell war klar, es soll in den Süden gehen. Mitte September war es soweit. Alpeneinweisung, klar machen wir, und dann gleich weiter.

Von Mühldorf am Inn aus sind wir mit Flugplan über die Alpen direkt nach Venecia S. Nicolo geflogen. Die PPR lag natürlich schriftlich vor, wir wollten uns ja an die Regeln halten.

Auf dem Flug blieben wir auf den FIS-Frequenzen von München, Wien, Bolzano Information und Padova Information. Kurz vor dem Venezia VOR wurden wir angewiesen, unsere Flughöhe von rund 8000ft zu verlassen und auf 1500ft zu sinken. Mit mehreren Frequenzwechseln (insgesamt 12) wurden wir entlang unseres Kurses westlich über Vicenca, Padova nach Porto di Mallamocco geführt. Das ist der südliche Einflugpunkt. Von dort ging es entlang langgestreckter Inseln (Lido), bis zum Flugplatz San Nicolò. 

Wenn man das Flugplatzgelände verlässt, erreicht nach rund 30 Minuten Fußweg das Vaporetto – “Omnibus-Schiff” nach Venedig zum Markusplatz oder weiter entlang des Canale Grande zu einer Vielzahl von Haltestellen. Dann das typische Programm, Marcusplatz, Rialtobrücke und natürlich Pizza essen. Am Sonntag ging es dann wieder mit Flugplan bei bestem Flugwetter zurück nach Deutschland.

Torsten Gutzeit

 

Das 63. Gordon-Bennett- Rennen, die Gasballon- Langstrecken- Weltmeisterschaft startete am Freitag, den 13.09. In Montbeliard in Frankreich. Am Start waren 20 Teams aus aller Welt, darunter auch drei Deutsche. 

Die Windbedingungen gestalteten sich dadurch schwierig, dass es in den ersten beiden Tagen nahezu keinen brauchbaren Wind gab. Vier Teams versuchten in Richtung Westen zu fahren. Mit etwas mehr als 600 km war an der Atlantikküste das Ende erreicht. Von den vier Teams lag nun das Australische vorn. Ein polnisches Team versuchte es über die Alpen nach Süditalien, wegen fehlendem Wind war allerdings an der Südseite der Alpen auch für diese Ballonfahrten das Ende des Rennens gegeben.

Für „Deutschland 3“ endete die Fahrt nach über 40 Stunden in der Luft nur wenige Kilometer vom Startplatz entfernt. Alle anderen Teams warteten zwei Tage in der Luft auf die angekündigte Strömung nach Osten, die dann auch in der Nacht zum Montag kam. Ab diesem Moment begann für die verbliebenen Teams das eigentliche Rennen. Mit Geschwindigkeiten von durchschnittlich 40 km/h ging es über Straßburg, Stuttgart, nördlich an München vorbei direkt nach Wien und weiter über Budapest bis an die Westküste des Schwarzen Meeres.

Unser Thüringer Sportfreund Matthias Zenge mischte mit seinem Teamkollegen Benjamin Eimers ganz vorn mit. Herzlichen Glückwunsch zum 3. Platz beim Gordon Bennett Rennen, der FAI Langstrecken Weltmeisterschaft für das Team Matthias Zenge (Thüringen)/ Benjamin Eimers (NRW) zu dieser herausragenden Leistung!

Mehr Informationen dazu:

www.gordonbennettmontbeliard2019.com

Sommerjugendlager der Ballonsportjugend auf dem Harsberg mit buntem Programm und tollen Erlebnissen

Am Samstag dem 03.08.2019 kam ich mit großen Erwartungen und einer gehörigen Portion Neugier auf dem Harsberg bei Eisenach an. Noch nie nahm ich an einer Ballonfahrt teil und erst recht nicht an einem Ballonjugendlager. Ich fühlte mich sofort sehr gut aufgenommen und erfuhr Unterstützung von allen Seiten.

Bei einer umfangreichen praktischen Einweisung in das Thema Ballonfahren ging es gleich richtig los. Überrascht war ich über eine dabei simulierte Landung mit dem Umkippen des Ballonkorbes. Alle lagen plötzlich übereinander und hatten dabei riesig Spaß.

Am Sonntag war es dann soweit, ich konnte meine erste Ballonfahrt erleben. Es war allein schon spannend zu sehen, wie ein Ballon aufgerüstet wird. Als dann der Ballon abhob, verschlug es mir glatt die Sprache. Die Aussicht über Westthüringen war für mich atemberaubend. Besonders gefallen hat mir, dass man sich im Ballonkorb im Vergleich zum Flugzeug relativ frei bewegen kann und auch ausreichend Zeit zur Verfügung steht, den Blick über die Wiesen und Täler schweifen zu lassen. 

Vor meiner ersten Landung hatte ich schon ein wenig Bedenken. Es kam aber dann wesentlich ruhiger und sanfter als in meiner Vorstellung. Der Korb kippte nicht einmal um. Im weiteren Verlauf des Jugendlagers kamen für mich und alle anderen Teilnehmer noch viele weitere Ballonfahrten hinzu. Dabei hatten wir alle die Möglichkeit, mit verschiedenen Piloten und in unterschiedlichen Ballonen mitzufahren.

Eine Besonderheit des Sommerjugendlagers ergab sich dadurch, dass es eine Kopplung mit dem Event „Jugend fliegt“ der Luftsportjugend des DAeC gab. Hier hatten sowohl wir, als auch die Teilnehmer des Events die Möglichkeit, uns umfassend über andere Luftsportarten zu informieren. Auch das bunte Rahmenprogramm ließ keine Wünsche offen. Von einer Wanderung durch die Drachenschlucht bei Eisenach, über mehrere Besuche in Schwimmbädern, einer tollen Schlauchboottour bis hin zu einer beeindruckenden Begehung eines komplett unbeleuchteten alten Eisenbahntunnels. Wir Teilnehmer durchliefen den Tunnel im Gänsemarsch ohne Verwendung jeglicher Lichtquellen. Zur Sicherung nutzten wir die Kronleine eines Ballons, an der wir uns alle festhalten konnten. Beeindruckend dabei war es für mich, dass sich meine Sinneswahrnehmung in kurzer Zeit von visuell auf akustisch umstellte und mir in absoluter Dunkelheit die Orientierung erhalten blieb.

Weitere Höhepunkte ergaben sich für mich im Ballonjugendlager mit der Besichtigung der Wartburg, den Abenden am Lagerfeuer und natürlich meiner eigenen Taufe in den Adelsstand der Ballonfahrer.

Herzlichen Dank an alle Unterstützer des Balloncamps, den DAeC, den DFSV, den LSV Thüringen, die Firma Schroeder fire balloons, Getzner Textil AG, und an alle 8 beteiligten Ballonteams aus Hessen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Es war super toll!
Tara Kroll

  „Vom Kindlichen Aerodromus emporstrebende hainanische Himmelsblüte Tara zwischen bunten Ballonen tanzende Wolkenfee julianus aeronauticus harsbergia camponius mit heißlüftigen Winden spielend die Horizonte erobernd über schreckhaft zirkulierenden Zicklein und euphorisch jubelnden Erdenbürgern von Teutleben.“

Am Freitag, den 9.8. startete offiziell die 28. Thüringenmeisterschaft auf dem Flugplatz Arnstadt-Alkersleben. Gemeinsam mit der Flugplatzverwaltung richtet der Segelflugclub Erfurt e. V. den Wettbewerb erstmalig seit den 90er Jahren wieder aus. Nachdem alle Teilnehmer mit Zelten und Wohnwagen ihr Lager auf dem Flugplatz aufgeschlagen haben, wurden sie herzlich in Empfang genommen. Die Organisatoren des SFCE e. V. haben bereits im Vorfeld an alles gedacht und lassen keine Wünsche offen.

Nun muss nur noch das Wetter nachziehen, denn einen Wertungstag gibt es frühestens heute, am dritten Wettbewerbstag. Am ersten Wettbewerbstag lag die gute Thermikwetterlage zu weit östlich vom Flugplatz entfernt. Gestern stand aufgrund des starken Windes aus Südwesten den ganzen Tag über eine Leewelle am Thüringer Wald. Der Einstieg war sehr schwierig und für den Segelflugwettbewerb war die Leewelle so leider nicht geeignet.

Am heutigen Sonntag scheint festzustehen, dass eine schöne Strecke in Richtung Sachsen geflogen wird. Wir sind gespannt und wünschen allen Teilnehmer viel Erfolg und stets gute Landungen!

Der Segelflugclub Erfurt e. V. und der Flugsportclub Suhl e. V. veranstalteten in der zweiten Juliwoche ein gemeinsames Fliegerlager auf dem Flugplatz Suhl Goldlauter. Trotz des durchwachsenen Wetters, sind sowohl die teilnehmenden Flugschüler als auch die Lizenzpiloten auf ihre Kosten gekommen. Gemeinsam mit den Suhler Fliegerkameraden führte der SFCE e. V. das Fliegerlager durch. Für das großartige Engagement des Flugsportclubs Suhl bedankt sich der SFCE sehr herzlich! Beide Vereine beendeten die Woche mit tollen Erinnerungen an das Erlebnis. Sie gehen fest davon aus, die beiden Vereine auch zukünftig gemeinsame Aktionen auf die Beine stellen werden. 

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